Die Pflanzen- und Tierwelt Madeiras (Flora & Fauna)
Pflanzenwelt (Flora)
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Madeira ist im europäischen Raum fast eine Ausnahmeerscheinung, betrachtet man sich den überaus üppigen Pflanzenreichtum dieser faszinierenden subtropischen Insel. An einigen Stellen erinnert Madeira mit seinen sehr hohen komplett grünen Bergen an die berühmten Hawai-Inseln, welche vielen bekannten Filmen als Kulisse dienten. |
Madeiras beiläufiger Spitzname lautet "Blumeninsel", obwohl die in vielen Reiseprospekten oft abgebildeten Blumenarten wie z.B. die Strelitzien, afrikanischen Liebesblumen, Kaplilien oder Hortensien überhaupt nicht zu den eigentlich einheimischen Arten gehören. Dafür sind diese für Madeira typischen Pflanzen- und Blumenarten sehr häufig zu entdecken. Viele Straßen und Wege werden regelrecht von Hortensien eingezäunt, was zur Blütezeit eine faszinierende Kulisse ergibt und die gesamte Insel wie einen einzigen großen Garten erscheinen lässt. In der Küstenzone sind noch teilweise Restbestände der ursprünglichen Vegetation Madeiras zu finden, hier hat der Mensch durch die Besiedelung stark eingegriffen. Es finden sich hier niedrigere Sträucher, Kräuter und wasserspeichernde Pflanzen. Auch zahlreiche Arten von Wolfsmilchgewächsen kommen vor, wie das bis zu 2 Meter hohe Fischfang-Wolfsmilchgewächs. In den Felsenregionen sind seltene Dickblattgewächse, teilweise nur auf Madeira beheimatet, zu finden. Im Wesentlichen handelt es sich um das Drüsen-Aeonum, welches sich auf senkrechte Felswände spezialisiert hat.Aufällig ist es durch seine 20-30cm flache Blattrosette. Ein Ableger davon ist das in Sträuchern heranwachsende Kleb-Aeonium, ebenfalls oft zu finden. Sehr weitverbreitet sind unter den einheimischen (endemischen) Pflanzen die Korbblütler, wozu Strohblumen, Gänsedisteln und die Wucherblume gehören.
Der Lorbeerwald Laurisilva
20 Prozent Madeiras bedeckt der Lorbeerwald Laurisilva mit einer Ausbreitung von etwa 140 Quadratkilometern. Seit 1999 gehört er zum UNESCO Weltnaturerbe. Auf der Nordseite Madeiras erstreckt er sich in Höhen von 300m - 1200m, auf der Südseite der Insel zwischen 700m und 1200m. In Europa durch die Eiszeit verschwunden, findet man auf Madeira noch einzelne Arten dieser Pflanzen. Typische Baumarten des durch den Nebelniederschlag sehr feuchten Waldgebietes sind der Azoren- oder Kanarenlorbeer, Stinklorbeer, Madeira-Mahagonie wie auch der Madeira-Lorbeer. Genauso wächst hier die Kanaren-Stechpalme, der Madeira-Holunder oder die Baumheide.
Madeiras Heidewald
An den Lorbeerwald schließt sich die Übergangszone zum Hochgebirge, der Heidewald an. Wesentlich mehr den Wettereinflüssen ausgesetzt, werden die hier vorkommenden Pflanzen selten höher als drei bis vier Meter und treten meist in Buschform auf. Der Übergang vom Lorbeerwald zum Heidewald ist fließend, viele Heidearten findet man auch im Lorbeerwald, wie die Baumheide und Beesenheide. Die bis zu sechs Meter hohe einheimische Madeira-Heidelbeere ist ebenso Bestandteil des Madeira-Heidewaldes.
Salate findet man in der Küche Madeiras nur selten. Als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten serviert man meist gedünstetes Gemüse von der Insel. Dazu zählen Bohnen, Karotten, Erbsen und Süßkartoffeln sowie die inseleigene Kürbissorte Abobrinha.
Pflanzen im Hochgebirge
Die kargen und sehr dünnen Böden des Hochgebirges sind durch starke Erosion gezeichnet. Auch hier findet sich größere Bäume und Sträucher wie die Madeira-Heidelbeere oder die Baumheide. Mit etwas Glück entdeckt man an geschützteren Stellen noch den Madeira-Vogelbeerbaum, den Zedern-Wacholder wie auch die Eibe. Die Madeira-Glockenheide hat sich ebenso gut dem Hochgebirgsklima angepasst und tritt zahlreich in dieser Region auf. Etwas seltener findet man in höheren Lagen das Madeira-Veilchen oder den Madeira-Augentrost. Auf der über tausend Meter hohen Hochebene Paul da Serra wachsen überwiegend nur Gräser, Farne und Stechginster.
Tierwelt (Fauna) Madeiras
Durch die Lage 640 km abseits jeden Festlandes ist die Artenvielfalt der Tierwelt recht übersichtlich. Die Schätzungen belaufen sich auf mehr als 3000 Arten, was im Verhältnis nicht sehr viel ist. Hauptsächlich handelt es sich hier um Kleingetier wie Käfer, Schnecken, Insekten, Schmetterlinge, Vögel und Eidechsen. Hier ist die sehr häufig auftretende Madeira-Mauereidechse zu nennen.
Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub auf der zauberhaften Atlantikinsel.
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