Museen & Galerien
Sie haben vorerst genug Blumen und Pflanzen bewundert und wollen nun etwas für die Bildung tun?
Auch das ist auf Madeira kein Problem; die Auswahl an Museen, die den Hunger nach Wissen ein wenig tilgen können, ist groß.
Madeira Story Center
In der Nähe der Seilbahn, in der Rua Dom Carlos, findet man das moderne Museum „Madeira Story Center“. Das avangardistische Quadrat in einem fröhlichen Orange, trägt Namen des Museums und ist über dessen Tür angebracht – das Museum ist also nur schwer zu übersehen. Doch was erwartet den Besucher im Inneren? Im Grunde genommen ist das „Madeira Story Center“ der perfekte Ort, um seinen Aufenthalt auf Madeira zu beginnen; das Museum beschäftigt sich nämlich mit der Historie der Insel – und zwar von A bis Z. Von der Entstehung, über die Entdeckung Madeiras bis hin zu den heutigen Zeiten. Das Story Center ist in verschiedene Bereiche unterteilt; manche davon fassen ganze Jahrhunderte zusammen, andere wiederum spezialisieren sich auf bestimmte Ereignisse, welche die Insel betreffen. Dabei hat man sich einige Besonderheiten ausgedacht: neben der sensationellen Einrichtung des Museums warten interaktive Spiele, Duftboxen und weitere Herausforderungen nur darauf, den Besuchern die Geschichte der Insel näher zu bringen. Nachdem Sie die Reise durch die Jahrhunderte hinter sich gebracht haben, können sie bei einem Getränk in dem themenbasierten Café wieder in die Gegenwart zurückfinden, oder von der Dachterrasse aus in die Sterne schauen: die Panoramaterrasse mit Blick auf das Meer ist mit Teleskopen ausgestattet.
Das „Madeira Story Center“ ist täglich ( bis auf den 25. Dezember) von 10:00 bis 18:00 geöffnet.
Universo de Memórias
Wer es nostalgisch mag, ist im „Universo de Memórias“ ( Universum der Erinnerungen) richtig aufgehoben. Für 3€ pro Person ( 1.50€ für Schüler und Studenten, Kinder frei) kann man die vielen Zimmer des Herrenhauses durchstreifen und dabei die zahlreichen Ausstellungsstücke bewundern, die von dem faszinierenden Leben des derzeitigen Tourismusministers João Carlos Abreu berichten. Die Zeiten als Künstler, Journalist und Politiker haben Spuren in seinem Leben hinterlassen, die er nun großzügig mit den Besuchern seines „kleinen Universums“ teilen möchte. Sein Ziel ist es, die Kreativität von Menschen aller Altersklassen und Kulturen zu fördern und Wissen und Fertigkeiten mit ihnen zu teilen. In vierzehn Räumen werden alte und neue, klassische und moderne Stücke aus aller Welt gezeigt. Neben Räumen wie der Bibliothek, der Halle der Reisen oder dem Saal der Krawatten, verfügt das Museum auch über ein Teehaus, in dem man sich dem Genuss von verschiedensten Teesorten, Scones und Petit Fours bedenkenlos hingeben kann.
Das „Universo de Memórias“ befindet sich direkt gegenüber des Museums „Quinta das Cruzes“ im Zentrum Funchals in der Calçada do Pico.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag - 10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag - 10.00 bis 12.00 Uhr.
Museum der Sakralen Kunst
Das „Museum der Sakralen Kunst“ bietet dem interessierten Besucher eine vielfältige Sammlung von religiösen Gemälden, Kleidungs- und Schmuckstücken und Skulpturen, die allesamt aus einer Zeit zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert stammen. Besonders sehenswert ist das Prozessionskreuz, welches der Kathedrale Funchals einst von König Manuel I. gestiftet wurde. Das Museum bietet eine beeindruckende Summe an flämischer Kunst; dabei sind die Skulpturen aus dem 16. Jahrhundert besonders sehenswert. Auf zwei Stockwerken stellt das Museum, das übrigens auf dem Grundstück eines alten Bischofpalastes errichtet wurde, jedoch nicht nur flämische Kunst aus; auch portugiesische Werke kann man in aller Ruhe begutachten und sich an der Handschrift der alten Meister ergötzen.
Zu finden ist das „Museum der Sakralen Kunst“ nahezu gegenüber der Universität auf der Rua do Bispo. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag – 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Zuckermuseum
Was für Köln das Schokoladenmuseum ist, ist für Madeira das Zuckermuseum („Núcleo Museológico a Cidade do Açúcar). Untergebracht in der ehemaligen Villa des flämischen Zuckerhändlers Baron João Esmeraldo, verwöhnt dieses Museum die Besucher mit Exponaten, welche die ruhmreichen Zeiten dokumentieren, in denen Madeira mit unzähligen Ländern dieser Welt Zuckerhandel betrieb. Die zahlreichen Gemälde und Dokumente versetzen den Besucher zurück in eine Zeit, in der der Export von Rohstoffen unverzichtbar für die Madeirer war und ihnen reiche, glanzvolle Zeiten einbrachte. Auf anschauliche Weise werden die Handelsbeziehungen zwischen Madeira und der Welt dargestellt, sodass man, wenn man das Museum wieder verlässt, eine lebendige Vorstellung davon besitzt, wie emsig es vor einigen Jahrhunderten in den Häfen Madeiras zugegangen sein muss.
Das Zuckermuseum findet man auf dem Praça Colombo ( Kolumbusplatz).
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag – 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
Stickeriemuseum
Auch international bekannt ist Madeiras Stickereimuseum (Núcleo Museológico do IBTAM). Die Stickereien auf der Insel sind ein Teil der Inselhistorie und werden heute in jedem Souvernirshop als Mitbringsel angeboten. Das Museum vereint in seinen Räumen eine wertvolle Sammlung an feinsten Stickereien, Wandteppichen und bestickten Trachten, die hauptsächlich zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert geschaffen wurden. Zusätzlich zu den feinen Werken, versprüht das Museum selbst einen Hauch von Romantik: Möbel aus dem "Viktorianischen England" verleihen das entsprechende Ambiente.
Zu finden ist das Stickereimuseum in Funchal, Rua Visconde de Anadia, 44.
Es ist wochentags täglich von 10:00 bis 12:30 Uhr und von 14:30 bis 17:30 Uhr geöffnet.
Monte Palace Museum
Besonders bunt und fröhlich ist das Monte Palace Museum (Museu Monte Palace) in Monte. Auf insgesamt drei Stockwerken findet man faszinierende Sammlungen an Mineralien und afrikanischen Skulpturen. Im Erdgeschoss findet man zunächst eine Auswahl von etwa siebenhundert feinsten Mineralien, die aus allen Teilen der Welt stammen; hauptsächlich jedoch aus Brasilien, Südafrika, Peru und Nordamerika. Eine besondere Freude für das Auge bildet dabei die Ausstellung von etwas dreihundert Edelsteinen, wobei die Kleinode sowohl roh, als auch geschliffen präsentiert werden. Die Ausstellung mit dem Namen "African Passion" ( "Afrikanische Leidenschaft") finden Sie in den oberen beiden Stockwerken. Vor über fünfzig Jahren begann in Simbabwe die Bewegung der Bildhauerkunst. Viele afrikanische Künstler sind in der Szene schnell bekannt geworden. "African Passion" bietet dem Besucher einen Augenschmaus an Figuren und Skulpturen aus den 1950er Jahren, unter anderem mit Werken von Henry Munyaradzi, dessen Kunstwerke zu seinen Lebzeiten überall auf der Welt ausgestellt wurden.
Das Museum befindet sich in Monte, in der Caminho do Monte n.º 174.
Geöffnet ist das Museum täglich ( außer an Feiertagen) von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr.
Weinmuseum
Ein ganz besonderes „Museum“ finden Weinliebhaber in der Avenida Arriagia, wo sich sich nämlich der älteste Weinkeller der Stadt befindet. Dort können Sie nicht nur den weltberühmten Madeirawein kosten, sondern sogar noch etwas lernen: alte Dokumente, interessante Bücher und Nachschlagewerke und Maschinen, dokumentieren einprägsam die Anfänge der Weinproduktion auf Madeira.
Geöffnet ist der Weinkeller täglich außer Sonntags. Montag bis Freitag - 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr und Samstag – 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr.
Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub auf der zauberhaften Atlantikinsel.
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