Die Nordseite von Madeira
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Die Nordküste erstreckt sich vom westlichsten Punkt, Ponta do Pargo bis zum östlichen Ponta de Sao Lourenco und ist Madeiras grünere, aber auch ungestümere Seite. Die Nordseite ist die sogenannte Wetterseite, hier regnen meist die Wolken ab und sorgen so für ein grünes und blühendes Paradies. Die Küste fällt fast überall steil hunderte Meter bis zum Meer ab. Siedlungen wurden meist an den Flusstälern oder auf flachen Landzungen gebaut, welche viele Meter über dem Meersspiegel liegen. |
Auf der Nordseite befinden sich auch die schönsten und spektakulärsten Straßen, welche sich teilweise hunderte Meter über dem Atlantik am Felsen entlang schlängeln.
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Im Nordwesten liegt Porto Moniz, von Funchal über drei Wege erreichbar. Einmal die Westküste entlang in der Weiterführung der E101 von Ponta do Pargo über eine serpentinenreiche Strecke, welche durch Wald- und Bergland führt. Weiterhin über den Encumeada-Pass, wo man links Richtung Paul da Serra abbiegt und über die Hochebene und einer serpentinenreichen Abfahrt Porto Moniz erreicht. |
Die spektakulärste Strecke führt ebenfalls über den Encumeada-Pass weiter bis Sao Vincente, dort an der Küste Richtung Westen gibt es die atemberaubensten Straßenführungen der Insel.
Porto Moniz an sich ist ein ruhiger Ort, bekannt durch die wunderschönen Naturschwimmbecken in wunderschöner Naturkulisse. Für Urlauber gehört Porto Moniz zum "Pflichtprogramm", auch wegen der guten Lokalitäten mit frischen Fischangeboten der örtlichen Fischer.
Eine kurze aber atemberaubende Fahrt entlang der steilen Felsen und man erreicht Ribeira da Janela, ein kleiner Ort entlang des gleichnamigen Flusslaufes. Der Fluss ist einer der längsten Madeiras und wird aus dem Quellgebiet der Paul da Serra gespeist. Die Quellen gehören zu den berühmten Kaskaden- und Seenlandschaften um Rabacal und dem Lorbeerwald. Ribeira da Janela ist auf Grund seiner schönen Lage ca. 200m über dem Meer ein beliebtes Ausflugsziel.
Weiter Richtung Osten erreicht man in ebenfalls spektakulären Straßenführungen der Klippenstraße teils durch nasse Felsentunnel die Ortschaft Seixal. Hier gedeihen auf Terassenfeldern Madeiras beste Weine. Die Trauben des "Sercial" werden hier erst im November geerntet. Seixal wurde erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts an Madeiras Straßennetz angebunden. Vorher war der Ort nur über Bergpfade und über See zu erreichen.
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Sao Vincente ist der Mittelpunkt der Nordküste und gleichzeitig Verkehrs-knotenpunkt.Hier zweigt die E104 ab Richtung Südwestküste. Über den Encumeada-Pass oder durch den neuen Tunnel erreicht man Ribeira Brava. Sao Vincente besitzt einen geschmackvoll restaurierten Ortskern. Die berühmten Lavahöhlen "Grutas do Sao Vincente" entführen die Besucher in eine märchenhafte unterirdische Lavalandschaft, welche vor ca. 4000000 Jahren beim letzten Vulkanausbruch entstanden sind. |
Im Jardim Botanico kann man einheimische Pflanzenarten bewundern und studieren.
Das Dorf Ponta Delgada erstreckt sich auf einer flachen Landzunge bis auf die grünen Berghänge hinauf. Ebenfalls wie Porto Moniz besitzt der Ort ein schönes Meeresschwimmbad.
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Santana gehört zum Aushängeschild Madeiras insofern, dass man die wunderhübschen spitzgiebligen und strohgedeckten Santana-Häuschen (Casa de Colmo) fast auf allen Madeira-Prospekten findet. Santana ist eine schöne 10000 Einwohner zählende Kleinstadt an der Nordküste mit traditionell bäuerlicher Architektur. Fruchtbare Ebenen lassen rund um den Ort viele Obst- und Gemüsesorten sowie auch Wein gedeihen. |
In der Nähe Santanas durch eine kleine Straße zu erreicht man Casas das Queimadas, eine sehr schön gelegene Feriensiedlung in ca. 800m Höhe am Nordhand des Pico Ruivo. Die von zahlreichen Bächen und Wasserfällen gespeiste immergrüne Landschaft errinnert an einen tropischen Regenwald. Von hier gibt es atemberaubende Wanderpfade, wie zum Beispiel in den Talkessel Caldeirao Verde durch mehrere Tunnel.
Hoch über dem Meer führt die Straße bis Faial. Zahlreiche Aussichtspunkte finden sich an der Strecke mit wunderschönem Blick auf Santana und die schroffe Nordküste.
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Bekannt ist Faial vor allem für den in der Nähe befindlichen Adlerfelsen. Er gehört mit seinen kubischen Maßen und steil zum Wasser abfallenden Felswand zu den imposantesten Klippen Madeiras. Auch hier werden Obst und Gemüse angebaut, ebenso Wein Zuckerrohr und Weiden für die Korbflechtereien. |
Dicht am Adlerfelsen in östlicher Richtung liegt in einer kleinen Kiesbucht das Dorf Porto da Cruz. Vom Tourismus weitgehend unberührt, kann man in diesem beschaulichen Ort angenehm die Ruhe genießen. Auch hier findet der Badefreund ein Meeresschwimmbecken.
Weiter Richtung Osten schließt sich die vegetationsarme Halbinsel Ponta de Sao Lourenco an.
Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub auf der zauberhaften Atlantikinsel.
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