Die Westseite von Madeira
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Zwischen Bananenstauden und Weinstöcken entdeckt man die weißen Dörfer des westlichen Madeiras. Die Berge steigen steil aus dem Meer an und schaffen ein unglaubliches Panorama von den vielen Aussichtspunkten aus. Flussmündungen zerschneiden die Bergrücken und setzen sich in tiefe Schluchten landeinwärts fort. Sehr zu empfehlen ist die Fahrt über die atemberaubende Küstenstraße ab Ribeira Brava bis hinter Ponta do Pargo hinaus. |
Von Meeresniveau bis auf 500m Höhe winden sich die Serpentinen die Hänge entlang, welche trotz gebirgigem Charakter besiedelt und landwirtschaftlich genutzt werden.
Ein beliebter Ausflugsort lärmgeplagter Funchalesen ist Ribeira Brava, gut zu erreichen über die neue Autobahn. Die Bergmassive mit den typischen Terrassenfeldern beidseitig der Ribeira mit Obstbäumen und Bananenstauden geben eine faszinierende Kulisse um den Ort ab. Parallel zum flachen Kiesstrand lädt die ansprechende Uferpromenade Avenida Luis Mendes mit netten Straßencafes zum flanieren ein. Hier gibt es ausreichend Parkplätze, wenn auch gebührenpflichtig. Ortsmittelpunkt ist der lebhafte Markt. Ribeira Brava ist auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, hier bietet sich eine der wenigen Möglichkeiten, die Insel Madeira von Süd nach Nord zu überqueren.
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Früher fuhr man über den Encumeada-Pass, welcher auch heute noch eine der schönsten Fahrtstrecken Madeiras ist und über den ca. 1000m hohen Berg führt. Eilige Autofahrer nutzen mittlerweile aber den Tunnel, da dieser die Fahrtzeit bis Porto Moniz auf der Nordseite erheblich verkürzt. Unsere Empfehlung ist klar der Pass, da Urlauber ja viel von der Insel sehen wollen und obendrein an wunderschönen Rastplätzen das atemberaubende Panorama genießen können. |
Folgt man in westlicher Richtung der ER227, eine spektakuläre dem Ufer folgende Strecke, erreicht man nach 5km Ponta do Sol, die "Sonnenspitze", ein freundliches Dorf, was früher mal Zentrum des madeirensischen Zuckerrohranbaus war. Heute findet man eher Bananenstauden an den Hängen des Ribeira da Ponta do Sol.
Weiter durch Tunnel und am Meer entlang schlängelt sich die Straße bis Madalena do Mar, einem sehr hübschen Ort, ansonsten recht unspektakulär. Von hier wie auch von Ponta do Sol erreicht man über eine schmale Straße das Landesinnere. Sehenswert ist Arco de Calheta, von wo sich ein weiter Blick über die Bucht von Madalena do Mar öffnet. Nach ca. 20 min. Fahrt kann man die Hochebene Paul da Serra bewundern.
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In einer der fruchtbarsten Regionen Madeiras befindet sich einer der bedeutendsten Orte der Westküste, Calheta. Zuckerrohr sorgte hier lange für Wohlstand unter der einheimischen Bevölkerung, noch heute gibt es eine Zuckerfabrik, welche Melasse und Rum produziert. In einem Freiluftmuseum kann man alte Arbeitsgeräte bewundern. Stolz ist man auf das Wasserkraftwerk, welches im Verbund mit drei weiteren Kraftwerken ca. 60% der Energie Madeiras bereitstellt. |
Die Windkrafträder von Paul da Serra haben bisher nur ca. 2% Anteil an der Stromerzeugung. Der Rest wird umweltbelastend mit Erdöl produziert.
Ein Kleinod auf Madeira ist die künstlich aus Saharasand angelegte Badelagune, ideal für Familien mit Kindern. Ein ansprechendes Hotel (Calheta Beach Hotel) befindet direkt an dem feinen Sandstrand.
Ein ebenfalls sehenswerter Ortsteil ist Estreito da Calheta in ca. 400m Höhe.
Die schmale und kurvige Straße erschließt weiter westlich Jardim do Mar, ein Ort, der sich an eine bis zu 300m hohe Felswand "lehnt". Das Dorf wurde erst spät mit der Straße erschlossen, seit Ende der 60er Jahre kann man den bis dahin verschlafenen Ort mit dem Auto besuchen. Bis dahin war Jardim do Mar nur über Pfade zu Fuß, mit Esel oder über den Wasserweg zu erreichen.
Paul do Mar, früher über eine halsbrecherische Bergstraße nur erreichbar, hat sich dank Straßentunnel zu einem mondänen Seebad gemausert, an dessen schmalem Kiesstrand sich mittlerweile zahlreiche Hotels befinden.
Hoch darüber trohnt das auf einem Plateau liegende Prazeres, welches durch ansprechende Häuser und Obstgärten gefällt.
Hoteltipp: Jardim Atlantico
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Von Calheta bis zum westlichsten Punkt Madeiras, Ponta do Pargo, fährt man die kurvenreiche ER 101 fast eine Stunde, obwohl es nur 21km sind. Hier am Südrand des Nationalpark von Madeira, befindet sich der bekannte gleichnamige Leuchtturm auf der über 300m hohen Klippe. |
Folgt man der ER 101 weiter, gelangt man nach weiteren 20km das bereits auf der Nordseite Madeiras liegende Porto Moniz.
Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub auf der zauberhaften Atlantikinsel.
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